Sieben Minuten Hochspannung – SIA Schüler im Zeiß Planetarium

Die Nasa-Sonde InSight ist am 26.11.2018 um kurz vor 21 Uhr Mitteleuropäischer Zeit weich auf dem Mars aufgesetzt.  Bei der Live Schaltung zum NASA Bodenteam, unter der Moderation von Herrn Köhler (DLR), konnten auch die Schüler der Schüler-Ingenieur-Akademie Robotool die spannenden letzten Minuten und sogenannten „minutes of terror“ bis zur Landung der Sonde auf dem Mars im Zeiss-Großplanetarium Berlin verfolgen. An Bord der Sonde sind zwei Messinstrumente, ein Seismometer und der „Marsmaulwurf“ HP3, der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wurde.  HP3 (Heat Flow and Physical Properties Package) wird im Rahmen der NASA-Mission bis zu fünf Meter tief in den Marsboden eindringen und dort Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Untergrundmaterials messen. Dieser Einblick in das Innere des Roten Planeten hilft, die Entstehung und Entwicklung erdähnlicher Körper besser zu verstehen.

Es war erst die achte erfolgreiche Landung auf dem Roten Planeten überhaupt – und die erste seit rund sechs Jahren.

Sieben Minuten lang war „Insight“ zuvor mit bis zu 20.000 Kilometern pro Stunde durch die Atmosphäre gerast, der Hitzeschutzschild der Sonde hatte sich auf bis zu 1500 Grad Celsius erwärmt. Der Flug lief vollautomatisch. Die Kontrolleure in Pasadena hätten schlicht nicht eingreifen können. Schließlich hätte es allein acht Minuten gedauert, ein Steuersignal mit Lichtgeschwindigkeit von der Erde zum Mars zu schicken. Bis es die Sonde erreicht hätte, wäre die bereits auf dem Mars angekommen. So oder so.

Für die Schülerinnen und Schüler der SIA war es ein aufregender Tag, den sie so schnell nicht wieder vergessen werden. Bis zum Ende des Schuljahres im Juni 2019 werden sie selbst innerhalb des SIA-Projekts ferngesteuerte fahrbare Roboter aus Lego-Bausätzen konstruieren und „zum Leben“ erwecken.