Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Der für den 20. Mai 2020 geplante Erfahrungsaustausch zum Thema „Wie kann die Einbindung von Eltern in den Prozess der Beruflichen Orientierung gelingen?“ konnte leider nicht stattfinden. Für uns heißt es aber: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Noch in diesem Jahr, voraussichtlich am Mittwoch, den 25. November, wollen wir an dieses Thema anknüpfen und eine Online-Veranstaltung mit Prof. Dr. Werner Sacher durchführen. Neben seinem Inputreferat diskutieren wir die Frage, wie Eltern motiviert werden können, die sich im Prozess der Beruflichen Orientierung ihrer Kinder bislang zurückhaltend oder sogar desinteressiert zeigen.

Prof. Dr. Sacher zufolge ist dies unter anderem darauf zurückzuführen, dass viele Eltern meinen, ihre Kinder legten in diesem Alter keinen großen Wert mehr auf ihren Rat. Sie glauben nicht daran, einen wichtigen Beitrag zu ihrer Berufsorientierung leisten zu können. Das liegt schon allein daran, weil sie über die moderne Berufs- und Arbeitswelt weniger informiert sind als andere Personen und Institutionen. Dabei gibt es Bereiche, in denen es entscheidend auf die Mitwirkung der Eltern ankommt. Zum Beispiel kann niemand den Jugendlichen so gut dabei helfen, sich über die eigenen Stärken und Schwächen klar zu werden, wie die eigenen Eltern, die sie ja am längsten kennen.
Wir freuen uns auf einen regen Austausch und hoffen, dass es uns gelingt, gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, die helfen „Eltern dort abzuholen, wo sie sich befinden“ und ihnen das Gefühl geben, ein unentbehrlicher Partner der Schule im Berufswahlprozess ihrer Kinder zu sein.

Prof. Dr. Werner Sacher forschte und lehrte jahrelang auf den Arbeitsgebieten Schul- und Bildungsgeschichte, Medienpädagogik, Unterrichtstheorie und Schulleistungsdiagnostik. Er ist wissenschaftlicher Berater des Bayerischen Elternverbandes und veröffentlichte zahlreiche Publikationen über Theorie und Praxis der Kooperation zwischen Schule und Elternhaus.