Das Schulzentrum am Stern in Potsdam war am 7. Mai Gastgeber des diesjährigen Erfahrungsaustauschs zur Umsetzung des Praxislernens an Brandenburger Schulen. Die 21 Teilnehmenden teilten unter der Leitung von Saskia Wittmer-Gerber Ihre Erfahrungen und Pläne beim Praxislernen und schafften so einen Raum für einen inspirierenden und konstruktiven Austausch.
Bevor der eigentliche Erfahrungsaustausch startete, hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich das Schulgebäude des Schulzentrums bei einer Führung anzuschauen. Dabei lag der Fokus insbesondere auf den Praxisräumen: mehrere Küchen, eine Holzwerkstatt, ein Technikraum mit 3D-Druckern und eine Fahrradwerkstatt zeigten eindrucksvoll, wie die Schule den Schülerinnen und Schülern praktische Erfahrungen ermöglicht.
Dann ging es direkt in den Austausch, an dem neben Schulleitungen und Lehrkräften aus ganz Brandenburg auch Vertreter der Praxislern-Partner Kobra.net und Stiftung SPI und dem LIBRA teilnahmen. Und weil das Netzwerk Zukunft bereits sehr gute Erfahrungen mit Beteiligung von Schülerinnen und Schülern bei ähnlichen Veranstaltungen gesammelt hatten, waren die Lehrkräfte auch eingeladen, je einen Schüler bzw. eine Schülerin zum Erfahrungsaustausch mitzubringen. Eine Schülerin aus Ludwigsfelde und ein Schüler aus Pritzwalk schafften diesmal einen echten Mehrwehrt für die Teilnehmenden, indem sie Ihre eigenen Eindrücke, Erfahrungen und Wünsche in die Runde einbrachten.













Kreativ zu neuen Perspektiven
Seminar-Leiterin und Moderatorin Saskia Wittmer-Gerber hatte sich für die Teilnehmenden ein besonders Format überlegt: Aus allerlei Bastelmaterial, von Pfeifenputzern über Federn und Glitzer bis zu Watte oder Strohhalmen, sollte in kleinen Gruppen ganz kreativ der aktuelle Zustand des Praxislernens an den jeweiligen Schulen dargestellt werden. Was anfänglich bei einigen Teilnehmenden für Skepsis sorgte, stelle sich jedoch als ideale Möglichkeit heraus, gemeinsam am Bastelobjekt über das Praxislernen zu sprechen – über Erfolge, Herausforderungen und Hürden. So entstanden 5 ganz unterschiedliche Modelle und ein echter Erfahrungsaustausch.
Dass wir uns an einem Lernort befinden, der Praxis groß schreibt, ist auch beim gemeinsamen Mittagessen deutlich geworden. Schülerinnen und Schüler bereiteten in der Lehrküche hervorragende Pizzen zu, die die Teilnehmenden dann erwerben konnten. Für die Schülerinnen und Schüler neben der eigentlichen Zubereitung auch eine Management-Aufgabe und für die Teilnehmenden ein guter Eindruck, wie die Verknüpfung von Praxis und Unterricht am Schulzentrum gelingt. Neben den Praxisräumen im Schulgebäude steht dem Schulzentrum übrigens an der Nuthe auch ein Außengelände für praxisnahen Unterricht zur Verfügung.
Zum Abschluss des Erfahrungsaustauschs stellte Katharina Fehn-Winterling, Referentin in der Koordinierungsstelle Praxislernen, den neuen Wegweiser Praxislernen vor, der Schulen und Betriebe bei der Einführung, Umsetzung und Weiterentwicklung unterstützt.
Alle Informationen und Beratungsangebote zum Praxislernen finden Sie auf www.praxislernen.de.
Stimmen unserer Teilnehmenden