Die jährlich stattfindende Zukunftsmesse „Studium & Beruf“ im Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner ist eine Erfolgsgeschichte. Mit einer großen Portion persönlichem Engagement stellt Diplomlehrerin Anke Elster die Messe mit ihrem Seminarkurs auf die Beine und holt die Big Player des Arbeitsmarktes nach Erkner. Eine Veranstaltung von Jugendlichen für Jugendliche.
Die Messe richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie alle jungen Menschen, die Orientierung nach dem Schulabschluss suchen. Am 21. März 2026 von 10:00 bis 14:00 Uhr öffneten sich wieder die Türen des Schulgeländes des Gymnasiums. Der Eintritt ist immer kostenlos.
Die Messe bietet eine Vielfalt an Ausstellern aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und Verbänden – auch ehemalige Schüler kommen als Aussteller an das Gymnasium zurück, teils sogar mit ihren eigenen Firma.
Ziel der Messe ist es, praxisnahe Einblicke in Ausbildung, Studium und berufliche Perspektiven zu geben und erste direkte Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern oder Ausbildungsbetrieben in der Region und darüber hinaus zu ermöglichen. Außerdem werden Vorträge angeboten.
Herausforderungen

Die Organisation einer Zukunftsmesse in schulischem Kontext bringt mehrere Herausforderungen mit sich:
- Ausstellerakquise und Vielfalt: Die Messe lebt von der Breite und Relevanz der vertretenen Branchen. Die Koordination zahlreicher Stände – von lokalen Betrieben bis zu großen Institutionen – erfordern Einsatz, Zeit und Netzwerkarbeit, besonders wenn der Messecharakter kontinuierlich wachsen soll.
- Schülerpartizipation und Eventmanagement: Ein Erfolgsfaktor ist die starke Einbindung der Schülerschaft in Planung und Durchführung, hauptsächlich vom Seminarkurs. Diese Verantwortung erfordert organisatorisches Geschick und Begleitung, um neben schulischen Verpflichtungen Qualität zu gewährleisten.
- Relevanz für verschiedene Zielgruppen: Die Messe muss sowohl für Abiturientinnen und Abiturienten als auch jüngere Jahrgänge Mehrwert bieten – etwa durch breit gefächerte Angebote über Berufsausbildung, duale Studiengänge oder Praktika. Dabei gilt es, Informationsangebot und Erwartungshaltung auszubalancieren.

Positive Effekte
Die Zukunftsmesse „Studium & Beruf“ bietet weitreichende positive Effekte für Schülerinnen und Schüler wie auch für die Region:
- Konkrete Orientierung: Die direkte Begegnung mit Ausbildungsbetrieben, Hochschulen, Behörden und sozialen Institutionen ermöglicht es jungen Menschen, Fragen zu stellen, persönliche Eindrücke zu gewinnen und erste berufliche Netzwerke aufzubauen.
- Praxisbezogenes Lernen: Die Veranstaltung fördert nicht nur theoretische Berufsorientierung, sondern setzt auf erlebbares Lernen – von Gesprächen am Stand bis hin zu praxisnahen Demonstrationen von Tätigkeiten.
- Stärkung der regionalen Wirtschafts‑Bildungs‑Kooperation: Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen, Verwaltungen und Bildungspartnern wird die Verbindung zwischen Schule und Arbeitswelt gestärkt. Dies schafft Vorteile sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für regionale Arbeitgeber bei der Nachwuchssicherung.
- Schülerkompetenzen entwickeln: Die aktive Beteiligung bei der Planung und Durchführung vermittelt wichtigen Team‑, Organisations‑ und Kommunikationskompetenzen – Fähigkeiten, die über den klassischen Unterricht hinauswirken. Ganz besondere Aktivitäten und Kreativität entwickeln die Schüler im Bereich Besuchermarketing.
Fazit
Die Zukunftsmesse am Carl‑Bechstein‑Gymnasium ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie schulische Berufliche Orientierung in Kooperation mit regionalen Partnern praxisnah und wirkungsvoll gestaltet werden kann. Solche Formate tragen dazu bei, junge Menschen gezielt bei ihrer beruflichen Entscheidungsfindung zu unterstützen – und gleichzeitig die (regionale) Arbeits‑ und Bildungslandschaft sichtbar und greifbar zu machen.