
Praxislernen verbindet Unterricht und Arbeitswelt
An der Gesamtschule Treuenbrietzen ist Praxislernen ein zentraler Bestandteil der Beruflichen Orientierung. Die Schule verbindet Praxislernen in Betrieben und Werkstätten zu einem aufeinander abgestimmten Gesamtkonzept, das Schülerinnen und Schüler schrittweise an die Arbeitswelt heranführt. Die ländliche Lage südwestlich von Berlin bietet dabei vielfältige Kooperationsmöglichkeiten mit regionalen Unternehmen und Einrichtungen. Gleichzeitig ermöglichen die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zur Landeshauptstadt Einblicke in unterschiedlichste Berufsfelder.

Bereits in der Jahrgangsstufe 7 setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Projekt „Komm auf Tour“ mit ihren persönlichen Stärken und Interessen auseinander. Auf dieser Grundlage wählen sie passende Praxislernorte aus und bereiten sich gezielt auf ihre ersten Praxiserfahrungen vor. Im Jahrgang 8 sammeln sie an mehreren Praxisphasen in Betrieben sowie in Werkstätten praktische Erfahrungen. Diese werden dokumentiert, reflektiert und für die weitere Berufsorientierung genutzt. Die Ergebnisse fließen in den Berufswahlpass ein und bilden die Grundlage für die Wahl des Praktikums in der Jahrgangsstufe 9.
Fächerübergreifendes Lernen mit Praxisbezug
Ein besonderes Merkmal des Praxislernens ist die enge Verzahnung mit dem Fachunterricht. Mehrere Fachkonferenzen entwickeln gemeinsam Lernaufgaben, die sowohl an den Rahmenlehrplänen als auch an den Anforderungen der Praxislernorte ausgerichtet sind. Themen aus Biologie, Chemie, W-A-T oder LER werden unmittelbar mit den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in den Betrieben verknüpft. So setzen sie sich beispielsweise mit Arbeitsschutz, Gefahrstoffen, Gesundheit oder sozialen Kompetenzen auseinander und erkennen, wie schulische Inhalte in der beruflichen Praxis angewendet werden.
Individuelle Begleitung und kontinuierliche Reflexion
Während der gesamten Praxisphasen werden die Schülerinnen und Schüler von festen Betreuungslehrkräften begleitet. Regelmäßige Besuche an den Praxislernorten, kurze Kommunikationswege und ein kontinuierlicher Austausch mit den Betrieben sorgen dafür, dass individuelle Fragen zeitnah geklärt werden können. Nach jeder Praxisphase reflektieren die Jugendlichen ihre Erfahrungen, formulieren persönliche Lern- und Entwicklungsziele und dokumentieren ihre Ergebnisse. Die Präsentation ihrer Erkenntnisse unterstützt sie dabei, ihre Kompetenzen sichtbar zu machen und ihre beruflichen Perspektiven weiterzuentwickeln.
Qualität durch Zusammenarbeit
Das Praxislernen wird kontinuierlich gemeinsam mit den Fachkonferenzen, den Praxislernorten sowie den Schülerinnen und Schülern weiterentwickelt. Rückmeldungen aus den Betrieben, Evaluationen der Jugendlichen und Erfahrungen der Lehrkräfte werden systematisch ausgewertet und fließen in die Planung der nächsten Praxisphasen ein. Dadurch gelingt es der Schule, ihre Angebote kontinuierlich an die Bedürfnisse der Lernenden und die Anforderungen der Arbeitswelt anzupassen.
Warum dieses Praxislernen überzeugt
Die Gesamtschule Treuenbrietzen zeigt, wie Praxislernen zu einem festen Bestandteil schulischer Qualitätsentwicklung werden kann. Die Verbindung von Praxislernen in Betrieben und Werkstätten, die enge Zusammenarbeit mit den Fachkonferenzen und Praxislernorten sowie die konsequente Reflexion der Praxiserfahrungen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, ihre Stärken zu erkennen, schulische Lerninhalte sinnvoll einzuordnen und fundierte Entscheidungen für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu treffen.