Aus Erfahrungen lernen – und zwar nicht nur für sich selbst, sondern für andere: Genau das passiert bei der Steuben‑Praktikumsmesse, die am 19. Februar 2026 zum ersten Mall stattfand. Hier werden Zehntklässlerinnen und Zehntklässler zu echten Expertinnen und Experten, die ihre Praktikumserlebnisse weitergeben – direkt, ehrlich und auf Augenhöhe.
Die Vorbereitung liegt komplett in den Händen des Jahrgangs 10. Die Schülerinnen und Schüler gestalten Plakate zu ihren Praktika – mal kreativ, mal informativ, oft beides zugleich. Im Fokus stehen dabei die Berufe, die Betriebe und die ganz persönlichen Eindrücke. Parallel verwandeln sie die Mensa Schritt für Schritt in eine Messefläche – mit allem, was dazugehört.
Dann wird es lebendig: Der Jahrgang 8 besucht die Messe klassenweise. In kleinen Gruppen geht es durch die Ausstellung – begleitet von Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern, die die Rolle der Guides übernehmen. Sie führen durch die Stände, erzählen aus ihrem Alltag im Praktikum, geben Tipps und beantworten Fragen. Unterstützt wird das Ganze durch kleine Arbeitsaufträge, die die Gespräche ins Rollen bringen.
Wer schneller durch ist, kann sich weiter vertiefen: mit einem Quiz oder mit Praktikumsführern aus Potsdam. Und am Ende? Stimmen alle für ihr Lieblingsplakat ab – ein kleines Detail mit großer Wirkung, denn es sorgt für zusätzliche Motivation und echte Wertschätzung.
Ganz nebenbei entsteht eine besondere Atmosphäre: offen, neugierig, fast ein bisschen wie auf einer „echten“ Berufsmesse – inklusive Crêpes, die für gute Laune sorgen und den Einsatz der Ausstellenden belohnen.
Herausforderungen
So lebendig die Messe ist – die Zeitplanung bleibt eine Herausforderung. Wie lange braucht eine Gruppe wirklich, um alles zu entdecken? Die Erfahrung zeigt: Weniger ist hier oft mehr. Künftig soll der Rundgang bewusst kürzer angelegt werden – etwa 45 Minuten pro Klasse erscheinen realistisch und gut umsetzbar.
Positive Erfahrungen
Was besonders im Gedächtnis bleibt: die Energie und der Stolz des Jahrgangs 10. Ihre Praktika bekommen eine Bühne, ihre Erfahrungen zählen – und das spürt man. Die Tipps sind praxisnah („Fangt früher an zu suchen!“), die Einblicke authentisch und manchmal überraschend.
Sobald alle in ihren Rollen angekommen sind, läuft die Messe fast wie von selbst. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung, organisieren, erklären, motivieren. Gleichzeitig profitieren die Achtklässlerinnen und Achtklässler enorm: Sie bekommen einen echten Eindruck davon, was sie in ihrem eigenen Praktikum erwartet – und oft auch schon eine erste Idee, wohin es gehen könnte.
Verzahnung mit weiteren Elementen der Beruflichen Orientierung
Die Praktikumsmesse ist kein Einzelereignis, sondern Teil eines größeren Ganzen. Sie knüpft an Erfahrungen aus dem Praxislernen in Klasse 8 an, bereitet das Pflichtpraktikum in Jahrgang 9 vor und greift Inhalte des Zukunftstags auf. So entsteht ein roter Faden innerhalb der Beruflichen Orientierung – erlebbar, greifbar und von den Schülerinnen und Schülern aktiv mitgestaltet.
