Preisgekrönte Schülerfirma – Mit Pflanzenkohle das Klima retten

Jean-Clermont-Schule Oranienburg (Oberhavel)

Zielgruppe

 außerschulische Partner
 Schüler/-innen
 Schulleitung und Lehrkräfte

Jahrgangsstufe(n)

 Jahrgangsstufe 10
 Jahrgangsstufe 7
 Jahrgangsstufe 8
 Jahrgangsstufe 9

Zeitraum/Umfang

 1 x pro Woche

Beteiligte innerschulisch

 Lehrkräfte
 Schüler/-innen​

Beteiligte außerschulisch

 Betriebe der Region
 Bürger
 Eltern
 Schule der Löwen
 Wirtschaftsjunioren

Ansprechpartner

Wie nachhaltige Kreislaufwirtschaft schon in der Schule gelebt werden kann, zeigt die Schülerfirma zur Biokohleproduktion in Oranienburg: Hier verbinden Schülerinnen und Schüler Umweltbildung, Unternehmergeist und Berufliche Orientierung auf innovative Weise und wurden dafür sogar ausgezeichnet.

Nachhaltigkeit trifft Unternehmergeist

Kohle auf Blatt 1

Die Schülerfirma hat sich ein klares Ziel gesetzt: die Produktion von Bio- bzw. Pflanzenkohle. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, wie aus natürlichen Rohstoffen ein hochwertiges Produkt entsteht, das sowohl ökologisch sinnvoll als auch marktfähig ist. Neben der Herstellung steht auch die Vermarktung im Fokus – ein zentraler Baustein der Beruflichen Orientierung.

Ausgangspunkt ist der auf dem Schulgelände vorhandene Kompost. Dieser wird mit der produzierten Biokohle vermischt, durch Brennnesseljauche aktiviert und zu Pflanzenkohle weiterverarbeitet. Das Endprodukt dient als Bodenverbesserer und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz als Kohlenstoffsenke.

Lernen im Kreislauf: Verzahnung mit anderen Projekten

Ein besonderer Mehrwert des Projekts liegt in seiner engen Verzahnung mit anderen Schülerfirmen und schulischen Aktivitäten der Jean-Clermont-Schule. Die produzierte Pflanzenkohle wird in der Schülerfirma Gartenbau eingesetzt, die wiederum Produkte für die Schülerfirma Pausenbrote herstellt.

Die dabei entstehenden Pflanzenreste fließen zurück in die Biokohleproduktion – ein geschlossener Kreislauf, der Nachhaltigkeit praktisch erfahrbar macht. So lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur wirtschaftliche Prozesse kennen, sondern auch ökologische Zusammenhänge und Ressourcenschonung.

Berufliche Orientierung praxisnah erleben

P 02 Pflanzenkohleprojekt JCS e1776083629527Das Projekt bietet vielfältige Einblicke in berufliche Tätigkeitsfelder – von Produktion und Qualitätsmanagement bis hin zu Marketing und Vertrieb. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung, arbeiten im Team und entwickeln unternehmerisches Denken.

Damit wird berufliche Orientierung nicht theoretisch vermittelt, sondern handlungsorientiert und realitätsnah gestaltet.

Auszeichnung und Erfolgserlebnisse

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme am Projekt „Die Schule der Löwen“ im Kreis Oberhavel, bei dem die Schülerfirma den ersten Platz belegte. Diese Auszeichnung bestätigt nicht nur die Qualität der Arbeit, sondern stärkt auch Motivation und Selbstbewusstsein der Beteiligten. MAZ-Bericht lesen

Herausforderungen meistern

Wie in jedem realen Unternehmen stehen auch die Schülerinnen und Schüler vor Herausforderungen. Eine zentrale Aufgabe ist die Budgetplanung, die ein verantwortungsvolles Wirtschaften erfordert. Gerade solche Herausforderungen machen den Lerneffekt besonders wertvoll, da sie echte unternehmerische Entscheidungen simulieren.

P 04 Gruppenbild e1776083810417

Fazit: Ein Modell für gelungene Praxis

Die Schülerfirma zeigt eindrucksvoll, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung und Berufliche Orientierung miteinander verknüpft werden können. Durch praxisnahes Arbeiten, projektübergreifende Zusammenarbeit und reale Erfolgserlebnisse entsteht ein Lernumfeld, das weit über den klassischen Unterricht hinausgeht – ein echtes Good-Practice-Beispiel für Schulen in Brandenburg.

Dokument

Plakat zum Pflanzenkohle-Projekt

Jean-Clermont-Schule

Oranienburg

Hinweis: Grundlage dieses Textes sind Informationen der Jean-Clermont-Schule, die für diese Veröffentlichung redaktionell aufbereitet wurden.

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